AERO Sitzbank begrüßt Besucher in Pamplona

12.09.2019

Busbahnhof Pamplona

 

Mehr als 40 der von Lievore Altherr Molina für SELLEX entworfenen AERO Bänke sind im Umfeld des Busbahnhofs Pamplona (Spanien) verteilt. Die Wahl fiel dabei auf mehrere Modelle als Wartesitze für Touristen, die in Pamplona ankommen. So sind etwa 6-sitzige AERO Bänke mit Zwischenarmlehnen und 3-sitzige Bänke ohne Rückenlehne zu finden. Alle haben jedoch als Fertigungsmaterial Aluminium gemein, da es sich für diese Art von Einrichtungen, bei denen ein ständiger Zustrom von Menschen stattfindet, um einen der widerstandsfähigsten Werkstoffe handelt.

Das Projekt ist ein Werk des Architekten Manuel Blasco, das aus einem von der Stadt Pamplona ausgeschriebenen Wettbewerb siegreich hervorging. Allein der Standort war bereits eine Herausforderung, da er an der Zitadelle von Pamplona liegt, einem denkmalgeschützten historischen Gebäude.

Die siegreiche Idee von Manuel Blasco und seinem Team bestand in einem Halbsouterrainstockwerk auf der Höhe der Gräben der Zitadelle und der Wiederherstellung des die Zitadelle umgebenden Parks Vuelta del Castillo, womit dieses Gebiet eine Grünfläche bekommt.

Der Bau erfolgt auf 3 Stockwerken unter Gebäudeoberkante, wobei die ersten beiden dem Bahnhof als solchem entsprechen, während das dritte Stockwerk die Tiefgarage bildet.

Das auffälligste Merkmal des Busbahnhofs Pamplona ist sein kreisförmiges regenschirmähnliches Hauptbecken mit Trägern mit variablem Querschnitt und variabler Höhe, die von einem Mittelpfeiler aus bis einem Träger mit kreisförmiger Leitlinie reichen, der auf den Umfangsstützen ruht.

Busbahnhof Pamplona, AERO Bänke.
AERO Sitzbank am Busbahnhof Pamplona.

Das einzige Element, das auf der Oberfläche hervorragt, ist die Markise, eine Stahlbetonplatte, unter der sich die Eingänge zum Gebäude befindet.

Finalist FAD-Preise

Manuel Blascos Vorschlag für die Planung des Busbahnhofs kam bei der Ausschreibung der Premios FAD de Arquitectura e Interiorismo des Jahres 2008 ins Finale. Diese Preise für Architektur und Innenarchitektur, die allgemein als „Premios FAD" bekannt sind, werden von dem Verband ArquinFAD zur Förderung von Kunst und Design ( Fomento de las Artes y del Diseño ) (FAD) vergeben.

Sie wurden von dem Architekten Oriol Bohigas mit dem Ziel der Förderung avantgardistischer Strömungen ins Leben gerufen und werden seit 1958 in der Regel im Juni ausgelobt.

Damit werden fünf konzeptionell unterschiedliche Werkfamilien ausgezeichnet: Architektur, Innenarchitektur, Stadt und Landschaft, vergängliche Maßnahmen und  Gedanken und Kritik. Die FAD entwickelten sich mit der Zeit zu einer der ältesten und renommiertesten Auszeichnungen in Europa.